Vor allem im Einzelhandel droht eine Insolvenzwelle, Experten warnen vor den Herausforderungen der Unternehmen. Steigende Kosten, Störungen in der Lieferkette, Arbeitskräftemangel und die Einstellung der staatlichen Unterstützung für Unternehmen könnten in den kommenden Monaten zu einer Flut von Ausfällen führen.

Das Office for National Statistics (ONS) und FRP Advisory haben bereitgestellt data und Einblicke in die drohende Krise. Das Sanierungskreditprogramm der Regierung, das eine 80-prozentige Garantie für Schulden bis zu 10 Millionen Pfund bietet, soll diesen Monat auslaufen. Dies führt dazu, dass in Schwierigkeiten geratene Unternehmen keine wichtige finanzielle Lebensader haben und sich ihre Situation möglicherweise verschlimmert.

Insolvenz- und Restrukturierungsexperten bereiten sich auf eine hektische Arbeit im Laufe dieses Jahres vor, insbesondere im Einzelhandel, im Gastgewerbe und im Baugewerbe. Im ersten Quartal dieses Jahres meldete das ONS, dass rund 137,000 britische Unternehmen geschlossen wurden, was einen deutlichen Anstieg von 25 % im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Auch in England und Wales gab es fast 5,000 freiwillige Insolvenzen, den höchsten Stand seit über sechs Jahrzehnten.

Geoff Rowley, CEO von FRP Advisory, einem bekannten Restrukturierungsunternehmen, das an hochkarätigen Fällen wie Debenhams beteiligt ist, sprach über die potenzielle Krise, mit der der Einzelhandel und das Gastgewerbe konfrontiert sind. Er geht davon aus, dass die Verbraucher ihre Budgets im Herbst straffen werden, insbesondere angesichts der erwarteten Erhöhung der Energierechnungen im Oktober. Dies könnte, gepaart mit dem Wegfall der Covid-19-Unterstützungsmaßnahmen, zu einem Anstieg der Restrukturierungsbedürftigkeit von Unternehmen und einer Zunahme von Insolvenzen führen.

Während der genaue Zeitpunkt dieses Aktivitätsschubs ungewiss bleibt, geht Rowley davon aus, dass der Herbst eine kritische Phase sein wird. Der Einzelhandel und das Gastgewerbe werden wahrscheinlich die Hauptlast der Auswirkungen tragen, da sie Schwierigkeiten haben, die anhaltenden Herausforderungen zu meistern.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wirtschaftslage für Unternehmen nach wie vor tückisch ist und der zunehmende Druck für viele erhebliche Schwierigkeiten mit sich bringt. Die Beendigung der staatlichen Unterstützung und die umfassenderen Unsicherheiten, die die Pandemie mit sich brachte, haben für Unternehmen in verschiedenen Sektoren zu einem perfekten Sturm geführt. Während wir uns dem Herbst nähern, ist es für Unternehmen von entscheidender Bedeutung, sich auf mögliche Insolvenzen vorzubereiten und fachkundigen Rat einzuholen, um durch diese turbulenten Gewässer zu navigieren.

Nützliche Links:
1. Staatliche Unterstützung für Unternehmen – Offizielle Richtlinien der britischen Regierung zur verfügbaren Unterstützung für Unternehmen während der Covid-19-Pandemie.
2. Insolvenzstatistik für England und Wales - Data und Berichte über Insolvenztrends in England und Wales, bereitgestellt vom Insolvency Service.