Verbraucher drängen zunehmend darauf, dass Marken ihre umweltfreundlichen Praktiken transparenter machen. Laut einer von der Influenster-Community von Bazaarvoice durchgeführten Studie glauben 30 % der Verbraucher, dass Marken nicht völlig transparent sind, wenn sie in ihrem Marketing und ihrer Verpackung Begriffe wie „umweltfreundlich“, „nachhaltig“ oder „grün“ verwenden. Darüber hinaus sind 24 % der Verbraucher der Meinung, dass diese Begriffe lediglich als Trick verwendet werden, um den Umsatz anzukurbeln.

Die Studie befragte über 1,100 Befragte verschiedener Altersgruppen im Vereinigten Königreich und ergab außerdem, dass Verbraucher von Marken erwarten, dass sie Verantwortung für den Schutz von Mensch und Planet übernehmen, indem sie nachhaltige Initiativen anbieten. Tatsächlich stimmten satte 88 % der Befragten zu, dass Marken in dieser Hinsicht eine Verantwortung tragen. Darüber hinaus halten es erhebliche 78 % der Verbraucher für wichtig, Marken zu unterstützen oder Produkte zu kaufen, die als „grün“, „umweltfreundlich“ oder nachhaltig beschrieben werden.

Allerdings ist der Markt von Greenwashing geplagt, das das Vertrauen der Verbraucher untergräbt. Dokumentarfilme wie „Seaspiracy“ haben Zweifel an der Wirksamkeit bestimmter nachhaltiger Zertifizierungen geweckt und sich dadurch auf die Wahrnehmung von Marken durch Verbraucher ausgewirkt. Um dieses Vertrauen zurückzugewinnen, müssen Marken bei ihren Nachhaltigkeitsbemühungen Authentizität unter Beweis stellen.

Die Studie ergab, dass Verbraucher mehr von Marken über ihre Nachhaltigkeitsinitiativen erfahren möchten. Ungefähr 60 % der Verbraucher suchen aktiv nach Informationen auf Markenwebsites, Blogs und sozialen Medien, um zu verstehen, wie ein Unternehmen umweltfreundlicher wird, oder um mehr über seine grünen Initiativen zu erfahren. Die beliebtesten Informationsquellen sind Suchmaschinen (50 %), Instagram (48 %) und Influencer (48 %).

Ed Hill, SVP EMEA bei Bazaarvoice, betonte die Bedeutung einer offenen und transparenten Kommunikation für Marken, um Vertrauen und Respekt aufzubauen. Er betonte, dass für Marken die Interaktion mit den Kunden, das Lernen von ihnen und die Förderung ihres Feedbacks Priorität haben sollten. Heutzutage können Verbrauchermeinungen weithin geteilt werden und sich direkt auf die Markenwahrnehmung auswirken. Daher ist es für Marken von entscheidender Bedeutung, ihre Werte und Überzeugungen mit denen ihrer Zielkunden in Einklang zu bringen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Verbraucher von Marken mehr Transparenz über ihre umweltfreundlichen Praktiken fordern und aktiv nach Informationen über Nachhaltigkeitsbemühungen suchen. Marken, die ihre Umweltinitiativen authentisch und transparent kommunizieren können, werden besser in der Lage sein, das Vertrauen und die Unterstützung umweltbewusster Verbraucher zu gewinnen.

Nützliche Links:
1. Nachhaltigkeitskommunikation: Fokussiert auf Verantwortlichkeit, nicht auf Entschuldigungen
2. Die drei größten Herausforderungen, denen sich Marken bei der Erstellung ihrer Nachhaltigkeitserzählungen gegenübersehen