Yodel, der britische Lieferkonzern, sucht verzweifelt nach einem Käufer, während seine Eigentümer sich darauf vorbereiten, dass das Unternehmen in die Insolvenz geht. Für den Prozess wurden Insolvenzexperten von Teneo hinzugezogen, doch die Suche nach einem Käufer erwies sich bisher als schwierige Aufgabe. Sollte es Yodel nicht gelingen, einen Käufer zu gewinnen, könnte dies das bereits angespannte britische Liefernetz noch weiter stören. Die Barclay Brothers, denen Yodel gehört, kontrollieren auch The Very Group, ein bekanntes Online-Unternehmen fashion und lifestyle Einzelhändler.

Obwohl Yodel im vergangenen Jahr fast 200 Millionen Pakete auslieferte, hatte das Unternehmen aufgrund des intensiven Wettbewerbs in der Branche Schwierigkeiten, Gewinne zu erzielen. Zu seinen namhaften Kunden zählen John Lewis, Zara und Argos. Während Berichten zufolge die unmittelbare Muttergesellschaft von Yodel, Logistics Group Holdings (LGH), Gespräche mit mehreren potenziellen Käufern und Finanzinvestoren führt, scheint die Wahrscheinlichkeit, einen Käufer zu finden, gering. Die Delivery Group, ein Konkurrenzunternehmen, hat Interesse an der Übernahme von Yodel bekundet.

LGH hat in den letzten Wochen die Möglichkeit geprüft, mehr als 25 Millionen Pfund in Yodel zu investieren, um seine Finanzen zu stützen, während das Unternehmen auf der Suche nach einem Käufer ist. Die Fähigkeit des Unternehmens, künftige Kosten zu decken, bleibt jedoch ungewiss. Yodel mit Hauptsitz in Liverpool beschäftigt in Spitzenzeiten landesweit 12,000 Mitarbeiter und im Rest des Jahres rund 10,000.

Ein Sprecher von Yodel hat erklärt, dass das Unternehmen sich dem Ende einer strategischen Optionsprüfung nähert und dass mehrere Parteien Interesse daran haben, das Unternehmen zu erwerben. In der Zwischenzeit konzentriert sich Yodel darauf, seinen Betrieb wie gewohnt aufrechtzuerhalten. Aus den Aufzeichnungen des Companies House geht jedoch hervor, dass die Rechnungen von LGH über einen Monat überfällig sind.

Die mögliche Verwaltung von Yodel könnte erhebliche Folgen für das britische Liefernetzwerk und seine Kunden haben. Da die Zukunft des Unternehmens auf dem Spiel steht, warten die Stakeholder gespannt auf die Nachricht eines potenziellen Käufers, um die Stabilität der in Schwierigkeiten geratenen Liefergruppe zu gewährleisten.

Weitere Informationen zur Situation von Yodel finden Sie unter den folgenden Links:
1. Link 1
2. Link 2